Champions League: Clásico im Finale? – Barça gegen Bayern, Real trifft auf Juventus

UCL-Halbfinale-2014-2015

230 offizielle Duelle gab es in der Vergangenheit bereits zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona, doch noch nie standen sich beide Vereine in einem Finale der Champions League und auch nicht zuvor in einem Endspiel des Europapokals der Landesmeister gegenüber. Am 6. Juni könnte der Clásico nun aber auf allerhöchster Ebene Premiere feiern, wenn im Berliner Olympiastadion das Finale der Champions League 2014/15 steigt.

Juventus – Real Madrid

Denn wie die Auslosung der Halbfinal-Paarungen am Freitag in Nyon ergab, gehen sich die beiden spanischen Großmächte zumindest in der Vorschlussrunde aus dem Weg. Real Madrid bekommt es mit Juventus Turin zu tun und hat damit auf dem Weg zur Titelverteidigung, die in der Champions League noch nie einem Verein gelungen ist, das vermeintlich leichteste Los gezogen. Real hat zudem den kleinen Vorteil, das Rückspiel am 13. Mai im heimischen Estadio Santiago Bernabéu bestreiten zu dürfen. Das Hinspiel steigt am 5. Mai im Juventus-Stadium. Nach bislang 16 Duellen zwischen beiden Teams, allesamt im wichtigsten Wettbewerb des europäischen Vereinsfußballs, ist die Bilanz fast ausgeglichen: Real hat bei sieben Niederlagen und einem Unentschieden achtmal gegen Juventus gewonnen. So auch das bislang einzige Finalduell im Jahr 1998, das Predrag Mijatovic mit seinem goldenen Tor entschied.

FC Barcelona – Bayern München

Vielleicht noch einen Tick mehr Spannung verspricht das zweite Halbfinale zwischen dem FC Barcelona und dem FC Bayern München. Barça tritt am 6. Mai zunächst zu Hause an und muss dann am 12. Mai in die Allianz Arena, an die die Katalanen wie allgemein an die Bayern keine guten Erinnerungen haben. Lediglich eines von bislang acht Aufeinandertreffen mit dem deutschen Rekordmeister gewann Barça und dürfte vor allem noch das Halbfinal-Debakel aus der Saison 2012/13 mit einer 0:7-Pleite in zwei Spielen im Hinterkopf haben. Besonders brisant ist die Begegnung natürlich auch deshalb, weil bei Bayern mit Pep Guardiola der erfolgreichste Trainer der Barça-Geschichte auf der Bank sitzt.